Amalthea Ventures Blog
What's on your mind?

Wie bereite ich mich am besten vor? Was passiert da genau, wie geht es nach der ersten Coaching-Sitzung weiter und was kostet sie mich? Diese Fragen stellt sich irgendwann jeder, der ernsthaft über die Zusammenarbeit mit einem Management-Coach und Mentor nachdenkt. Hier kommen meine Antworten für das erste Mal.

Die beste Vorbereitung für das erste Mal: ist gar keine

Neues über sich selbst lernen, den eigenen Führungsstil weiterentwickeln, unternehmerisch vorankommen: Es gibt viele gute Gründe für ein Coaching. Wie du herausfindest, welches für dich die entscheidenden sind und woran du wirklich arbeiten möchtest? Am besten, indem du dich auf unser erstes Treffen nicht weiter vorbereitest. Richtig, gar nicht! Das erste Mal völlig unvorbereitet.

Denn alle Themen, die du dir zurechtlegen würdest, wären genau das: zurechtgelegt und für den Anlass konstruiert. Wir würden über Dinge sprechen, die entweder vorgeschoben, nicht relevant oder bestenfalls dringlich, aber nicht wichtig wären. Noch ein Haken: Wer seine Themen als Coachee vorab definiert, hat auch schon die Argumente und Glaubenssätze parat, die gegen eine Veränderung sprechen. «Das kann ich nicht», «Das geht nicht» heißt es dann. Doch du kannst – und ja, das geht!

Fokussiert und frei im Kopf 

Okay, dafür bedarf es dann doch ein wenig an Vorbereitung, vor allem organisatorischer Art. Wichtig für ein erfolgreiches Coaching: Mindset und Roomset sollten passen. Ideal ist eine Umgebung, in der wir ohne Ablenkung, frei im Kopf und entspannt miteinander sprechen können – entweder direkt und persönlich oder online via zoom oder skype. 

Im Klartext heißt das:

  • Mobiltelefone aus, Neugier an
  • Stift und Papier bereitlegen
  • Keine Anrufe, keine E-Mails
  • Keine Unterbrechungen durch Kollegen, Kunden oder Kellner

What’s on your mind?

Facebook hat mit dieser Frage die Welt verändert. Für Michael Bungay Stanier (1) ist es die Coaching-Kickstart-Frage schlechthin. Auch ich werde sie stellen, um so schnell wie möglich herauszufinden, was dich wirklich beschäftigt. Richtig gelesen, es geht erstmal nur um dich. Nicht um das Unternehmen oder deine Mitarbeiter. Also: „What’s on your mind?“ Ich höre zu, gebe dir Freiraum zum Nachdenken und alle Zeit dafür. Bis du zu erzählen beginnst und glaubst, dein Thema gefunden zu haben. Das ist der Anfang.

Und was noch? 

Schon in meiner Zeit als Unternehmer habe ich viele Coachings geleitet. Dabei ist mir nie jemand begegnet, dessen erste Antwort die einzige oder auf Anhieb die beste für das Weiterkommen gewesen wäre. «Was noch?» lautet meine zweite Frage deshalb. «Und was noch?» – frage ich so lange, bis die wirklich wichtigen Themen auf dem Tisch liegen. Dann geht es in die Tiefe: Sitzung für Sitzung, mit weiteren Coaching-Fragen wie: 

  • Worin besteht bei diesem Thema die eigentliche Herausforderung für dich?
    Es geht um den Kern des individuellen Handelns, nicht um die erstbeste organisatorische Schwierigkeit, die sich dabei stellen mag. Kurz: Es geht um den Fokus, den Fokus, den Fokus.
  • Was willst du?
    Diese Frage klingt einfach, ist aber schwierig zu beantworten. Denn es ist die Grundsatzfrage nach dem, was uns im Innersten bewegt. Wer seine Antwort kennt, kann den Kern der Dinge in beruflichen wie privaten Beziehungen wirklich ausmachen. 
  • Wie kann ich helfen?
    Das ist die ultimative Beraterfrage. Warum? Weil sie den Berater und Coach daran hindert, einfach darauf los zu beraten. Stattdessen ist die Initiative und Einsicht des Coachees gefragt. Er muss sich klar darüber werden, welche Unterstützung er braucht.
  • Und wenn du dazu „Ja“ sagst, wozu sagst du dann „Nein“?
    Dies ist die strategische Frage an jeden Coachee. Denn wer „Ja“ zu einer Herausforderung oder Aufgabe sagt, muss zu vielen anderen „Nein“ sagen. Ansonsten geht der Fokus verloren. Im Klartext: Ein „Ja“ ohne „Nein“ bleibt ein leeres Versprechen. 

Die Fragen an sich sind kein Geheimnis. Die Kunst besteht darin, dem Coachee genug Zeit, Raum und immer wieder frische Impulse zu geben, um über die richtigen Fragen nachzudenken. 

Das erste Mal ist kostenfrei

Ob mir dies gelingt und ich der passende Coach für dich bin? Eine Sitzung wird reichen, um das herauszufinden. Das erste Mal ist für dich kostenfrei. Wir finden dabei gemeinsam heraus, ob, woran und wie du mit mir arbeiten willst, formulieren Ziele und machen einen Plan. Let’s go!

(1)  Michael Bungay Stanier “The Coaching Habit”

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Christian Kohlhof ist der MentorCoach. Sein Purpose ist es Unternehmern zu helfen mit ihren schnell wachsenden Unternehmen ihre Ziele zu erreichen – mit Hilfe ihrer Mitarbeiter.